FCIO - Fachverband derChemischen Industrie ÖsterreichsWiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, Österreich
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Der Facharbeitermangel hat sich auch in der pharmazeutischen Industrie auf die Absicherung des Produktions- und Wirtschaftsstandortes Österreich negativ ausgewirkt. Deshalb ist es besonders wichtig, das dafür erforderliche Personal mit entsprechender Qualifikation ausstatten zu lassen.
Durch die Einführung des neues Lehrberufes Pharmatechnologie konnte dieser negativen Entwicklung ein wenig entgegengewirkt werden. Pharmatechnologen/innen arbeiten sowohl team- als auch prozessorientiert in der pharmazeutischen Industrie. Zu ihren Tätigkeiten gehört vor allem die Herstellung, aber auch Entwicklung von Arzneimitteln. Dabei planen, kontrollieren und dokumentieren sie die in der Produktion ausgeführten Arbeiten. Sie bedienen, warten und pflegen die Anlagen und Maschinen zur Produktion von Pulvern, Tabletten, Filmtabletten und Dragees, Salben, Pasten und Cremes, Säften und anderen Flüssigkeiten. Sie verpacken und lagern diese Produkte nach besonderen hygienischen Vorschriften, bei Bedarf in steriler Form. Sie wiegen und dosieren die Einsatzstoffe und steuern die vielfach automatisch arbeitenden Anlagen. Diese Tätigkeit erfordert Arzneimittelkunde sowie chemisches und technisches Wissen. Präzision und Qualitätskontrolle sind unerlässlich. Elektronische Einrichtungen helfen die Normen und Vorgaben genau einzuhalten. Bei ihren Arbeiten müssen sie mit hoher Verantwortung die Vorschriften des Arzneimittelrechts, Regelungen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheits- und Umweltschutz und die Regeln der guten Herstellungspraxis berücksichtigen, diese durch laufende Kontrollen absichern und entsprechend dokumentieren. Am 27. März 2008 wurde nunmehr die Pharmatechnologie-Ausbildungsordnung für diesen neuen Lehrberuf veröffentlicht.