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Wie funktioniert chemische Reinigung von Textilien?

Die chemische Reinigung entfernt Schmutz aus den Textilien mittels flüchtigen Lösungsmitteln (z.B. Per, Schwerbenzin, Leichtbenzin). Dabei wird Fett-Schmutz entfernt und feste Schmutzteile werden herausgespült. In Textilreinigungsbetrieben werden Wäschestücke in Abhängigkeit von der Pflegekennzeichnung mit Lösemitteln oder mit wässrigen Reinigungssystem gereinigt. Textilien mit der Pflegekennzeichnung P und F müssen in der Regel mit Tetrachlorethen (PER) gereinigt werden. 

Der große Unterschied zur Reinigung in der Waschmaschine ist der fehlende Quellvorgang der Fasern. Dadurch findet keine Formveränderung der Fasern statt und die negative Begleiterscheinung wie z.B. das Einlaufen oder Verfilzen wird vermieden.

Dieses – auch Trockenreinigung genannte Verfahren  der Textilreinigung – ist entgegen der Bezeichnung chemisch eigentlich ein physikalischer Prozess, nämlich das Herauslösen von Verschmutzungen mittels Lösemitteln, die seit jeher das zentrale Problem dieser Technik darstellen.

Ursprünglich wurde Terpentinöl, später Benzin aus Erdöl verwendet. Diese waren vor allem wegen Feuergefährlichkeit problematisch. Mit dem Aufkommen der nichtbrennbaren Lösemittel wurde hierzulande die Benzinreinigung durch chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) verdrängt. Von diesen CKWs ist heute nur noch Perchlorethylen erlaubt und in Verwendung.

In Österreich sieht die CKW-Anlagen-Verordnung jene Auflagen vor, die ein chemischer Reinigungsbetrieb einzuhalten hat. Selbstverständlich benötigen alle Betriebe eine behördliche Genehmigung.

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