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Schon herkömmliche Verpackungen müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen, um dem Anspruch von Konsumenten und Handel gerecht zu werden. Aktive und intelligente Verpackungen können - laut Manfred Tacker vom Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik – darüber hinaus noch mehr:
Aktive Verpackungen sind Verpackungen, die gezielt mit dem Füllgut (zB Lebensmittel) in Wechselwirkung treten und damit die Haltbarkeit und / oder die Qualität des Füllgutes während der Lagerung verbessern. Typische Beispiele sind etwa Bier in Kunststoffflaschen, die einen Sauerstoffabsorber (im Drehverschluss) enthalten. Damit kann die Haltbarkeit von Bier in Kunststoffflaschen von 3 auf 6 Monate verlängert werden.
Ein anderes Beispiel sind Folienverpackungen mit Ethylenabsorbern. Diese holen das von Bananen während der Lagerung gebildete Ethylen (ein Reifungshormon, das zu schneller Reifung führt) aus der Verpackungsatmosphäre heraus und sorgen so dafür, dass Bananen länger haltbar bleiben.
Intelligente Verpackungen sind Verpackungen, die einen Zusatznutzen aufweisen, der über die reine Verpackungsaufgabe hinausgeht. Typische Beispiele sind Verpackungen, die einen Chip (RFID) integriert haben. Diese Verpackungen können etwa berührungslos von einer Station detektiert werden. Damit ist es etwa möglich, dass ein ganzer Einkaufswagen mit einer ganzen Anzahl an Produkten beim Durchfahren automatisch erfasst wird und das mühsame Scannen an der Supermarktkasse entfällt. Dies bringt große Einsparungen (Zeit, Geld) mit sich und kann auch zur Diebstahlsicherung in Supermärkten eingesetzt werden.
Ein anderes Beispiel ist eine Geflügelverpackung, die einen Detektor für Salmonellen enthält. Tritt während der Lagerung eine unerwünschte Vermehrung von Salmonellen im Geflügel auf, verfärbt sich ein in die Verpackung eingearbeiteter Chip (zB von Grün auf Rot) und zeigt damit an, dass das Lebensmittel nicht mehr genießbar ist.