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Stimmt es, dass 80 % des Kunststoffmülls über die Flüsse in die Ozeane gelangen?

Tatsache ist, dass Kunstoffe ins Meer gelangen und dort als Treibgut auffindbar sind. Die in jüngster Zeit in den Medien kolportierte Aussage, dass 80 % des Kunststoffes ins Meer gelangen, dürfte eine Fehlinterpretation einer UNO-Studie sein. Laut einer UNO-Expertengruppe stammen 80 % des Kunststoffabfalls in den Weltmeeren vom Festland.

Die „Vermüllung“ des Meeres ist allerdings eine Herausforderung. Es geht dabei aber nicht bloß um Kunststoffe. Der leichte Kunststoff macht das Problem sichtbar, weil er obenauf schwimmt. Schwere Materialien (Glas, Metalle, etc.) sinken zum Meeresboden.

In Österreich oder von Österreich ausgehend besteht ein solches "Littering"-Problem nicht. Hier wurden effiziente Sammel- und Verwertungssysteme aufgebaut. Dieses Problem kann nicht durch Substitution von Materialien gelöst werden. Dann werden eben andere Materialien weggeworfen, denn Verpackung erfüllt viele wichtige Funktionen, weshalb auf sie kaum verzichtet werden wird. Hier ist Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung notwendig, damit die Menschen ihren Müll fachgerecht entsorgen.

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