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Es gibt Stoffe, die eine niedrige Geruchsschwelle haben und mit wenigen Anteilen bereits eine Geruchsbelästigung ergeben. Die bei der Lackproduktion eingesetzten Lösemittel Aceton und Ethylacetat werden z. B. auch als Nagellackentferner verwendet. Sie sind sehr geruchsintensiv, haben aber bei korrekter Anwendung keine gesundheitsschädliche Wirkung auf den Menschen.
Eine mögliche Beeinträchtigung der Gesundheit hängt daher nicht so sehr vom Geruch ab, sondern vielmehr davon, welches Lösemittel verwendet wird und in welcher Art und Weise der Anwender diesem ausgesetzt ist.
Um sich vor Gebrauch über die Risiken der Lacke informieren zu können, befinden sich auf dem Etikett jeder Verpackung sogenannte "Risiko-Sätze". Zusätzlich helfen Sicherheitsratschläge für den richtigen Umgang mit dem jeweiligen Anstrichmittel und erklären, wie auch Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden können. Wenn diese Ratschläge eingehalten werden, ist die gesundheitliche Gefährdung auf ein vertretbares Restrisiko minimiert.
Die österreichische Lackindustrie hat in den vergangenen Jahren durch neue Produktentwicklungen Stoffe mit hohem Risikopotenzial aus den Rezepturen entfernt. Es gibt daher für fast alle Anwendungsbereiche gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Farben und Lacke.