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Sauerstoff für sauberes Abwasser

Stark schwankende Schmutzfracht oder höherer Abwasserzulauf, etwa durch steigende Produktion, können in Kläranlagen zu einem Zusammenbruch des biologischen Systems führen. Konsequenz: Das Wasser beginnt zu stinken. Abhilfe schafft ein Gas, das wir auch zum Leben brauchen – Sauerstoff.

Selbst bei bester Planung lässt sich die zukünftige Auslastung einer Kläranlage nicht immer genau bestimmen. Steigt die Produktion stark an, so steigt auch die Abwassermenge entsprechend. Die Mikroorganismen, die die Schmutzstoffe im Abwasser abbauen, benötigen Sauerstoff. Ist aufgrund der erhöhten Wasser- und damit Schmutzmenge zu wenig Sauerstoff vorhanden, kann keine vernünftige Reinigungsleistung mehr erzielt werden und die gesamte Anlage bricht in ihrem biologischen Prozess zusammen. Bemerkbar ist dieser Sauerstoffmangel für jedermann. Denn: Fehlt der Sauerstoff, treten Faulprozesse ein und es bilden sich unangenehme Gerüche.

Durch die Zuführung von Sauerstoff (der so genannte „Sauerstoffeintrag“) kann die Leistung einer Kläranlage rasch und effizient gesteigert, eine zeit- und kostenintensive Erweiterung der Anlage oftmals vermieden werden.

Abwasser als Kostenfaktor

Die Behandlung des Abwassers stellt für Unternehmen auch einen großen Kostenfaktor dar. Dies betrifft sowohl Investitions- als auch Betriebskosten. Die Auflagen an die Reinigung der Produktionsabwässer sind streng, insbesondere wenn das Abwasser direkt in die Natur zurückgegeben wird. Reglementiert sind dabei die Temperatur, der pH-Wert und der Grad der Verschmutzung. Der chemische und der biochemische Sauerstoffbedarf geben Auskunft über die organische Belastung des Wassers. Sie sind ein Maß dafür, wieviel Sauerstoff das Abwasser zum Abbau der organischen Stoffe benötigt. Der Wert des chemischen Sauerstoffbedarfs ist auch eine der Grundlagen für die Berechnung der Abwasserabgabe.

Überbrückung von Engpässen

Der Einsatz von Sauerstoff hat sich auch zur Überbrückung zeitlich begrenzter Leistungsengpässe bei der biologischen Abwasserbehandlung in kommunalen Klärwerken bewährt, zum Beispiel bei Umbaumaßnahmen an bestehenden Anlagen. Eine Sauerstoff-Versorgungsanlage wird vor Ort aufgebaut und über eine Sauerstoff-Mess- und -Steuereinheit betrieben.

Auch im so genannten Kampagnenbetrieb, beispielsweise im Weinbau oder bei der Zuckerherstellung, wird der Eintrag von technischem Sauerstoff zur Steigerung der Abbauleistung in der Kläranlage oft eingesetzt.

Österreichs Unternehmen der Industriesparte „Technische Gase“ bieten neben dem benötigten Gas die komplette Eintragstechnik und Prozessoptimierung an. Die meisten Systeme lassen sich bei laufendem Betrieb installieren, so dass die Produktion ungestört weiter laufen kann und keine Belastungen für die Umwelt entstehen.

 
Rückfragen an:   Dr. Hedwig Doloszeski
Telefon:   05 90900 - 3365
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