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Silikone (oftmals auch Silicone geschrieben) sind Verbindungen, denen ein alternierend aus Silizium- und Sauerstoff-Atomen aufgebautes dreidimensionales Gerüst zugrundeliegt. Bestimmte Silikonsorten haben gummiartige (elastomere) Eigenschaften. Im Gegensatz zum Kautschuk (Gummi) kann aus Silikon jedoch auch vergleichsweise temperaturbeständiges Material hergestellt werden. Daher können daraus auch Backformen hergestellt werden, die sich nach dem Backen leicht vom Kuchen lösen lassen und die zudem wiederverwendet werden können. Um für den Einsatz als Backform geeignet zu sein, muss das Ausgangsmaterial hohe Reinheit und Beständigkeit aufweisen. Da heißt, es darf auch bei oftmaligem Einsatz nicht anfangen, sich langsam zu zersetzen. Die Hersteller haben diese Eignung anhand von laufenden Materialprüfungen sicherzustellen.
Wie bei vielen Produkten des Alltags auch (etwa Papier) werden zur Herstellung der Silikone Chemikalien verwendet, die gefährliche Eigenschaften aufweisen. Die fertige Backform darf diese Chemikalien freilich nicht mehr in gesundheitlich relevanten Mengen (sogenannter Restmonomergehalt) enthalten. Die Backformen werden zu diesem Zweck vor dem Verkauf entsprechend gereinigt und ausgeheizt (getempert).
Die Agentur für Ernährungssicherheit kontrolliert die Einhaltung dieser Vorgaben, die ihre gesetzliche Grundlage im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz haben. Durch neue Vorgaben der EU bezüglich Rückverfolgbarkeit wurde ein zusätzlicher Sicherungsmechanismus eingebaut.
Im Unterschied zum Englischen wird im Deutschen zwischen Silikon (engl. silicone) und Silicium (engl. silicon) auch sprachlich deutlich unterschieden. Silicium ist ein Halbmetall, das als solches in der Halbleiterindustrie zur Herstellung von Computerchips Verwendung findet. Mitunter ist dieser sehr feine Unterschied aber Grund für missverständliche Übersetzungen.