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Ob in den eigenen vier Wänden, in öffentlichen Gebäuden, im Gastronomiebereich oder in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern - Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Sporen sind in unserem täglichen Leben allgegenwärtig! Sie wachsen auf nahezu jeder Oberfläche, etwa auf Türgriffen, in Klimaanlagen, Sanitäranlagen oder Zahnbürsten. Viele sind nützliche Spezies, manche sogar notwendig. Dennoch können sich auch schädliche Keime auf Oberflächen anhäufen. Speziell in Krankenhäusern ist es beispielsweise von größter Wichtigkeit, die Zahl von Bakterien, Sporen und Pilzen zu minimieren. Experten schätzen, dass in Deutschland jährlich 600.000 Patienten an Infektionen welche im Spital erworben werden erkranken und dadurch länger im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Problematik ist aber nicht nur auf den öffentlichen Bereich beschränkt. Gemäß einer Studie der Universität Jena treten in etwa 30% der deutschen Privathaushalte Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelpilzbefall auf. Das sind Zahlen, die zu denken geben und innovative Lösungen erfordern.
Silber - Biozid fast ohne NebenwirkungenKönige konnten es sich leisten: Sie aßen und tranken aus Silbergeschirr als Ausdruck von Reichtum, Macht und Würde. Doch das war nicht der einzige Grund. Das Edelmetall schützte die feinen Damen und Herren auch vor Infektionen, denn Silber wirkt durch Abgabe von Silberionen antimikrobiell. An mehreren Stellen greift es die Mikroorganismen an. Es unterbindet den Nahrungstransport in die Zelle, destabilisiert die Zellen und stört die Zellvermehrung. Die antiseptische Wirkung von Silber ist seit 3000 Jahren bekannt. Ärzte setzten Silber und Silberverbindungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur aktiven Behandlung von Brandwunden und zur Desinfektion ein. Auch unsere Urgroßmütter wussten das Edelmetall zu schätzen. Sie legten eine Silbermünze in die Blechkanne, damit sich die Milch länger hält und Medizin wurde früher mit einem Silberlöffel verabreicht. Doch nach der Entwicklung von Antibiotika geriet das alte Hausmittel in Vergessenheit. Mittlerweile sind jedoch einige Mikroorganismen gegen diese Medikamente resistent, die Antibiotika wirken nur mehr teilweise. Zusätzlich geraten klassische Biozide und chemische Desinfektionsmittel aus Umweltschutzgründen immer mehr unter Beschuss und können auch über die Atemluft beim Menschen Probleme hervorrufen. Silber bietet hier sehr viele Vorteile. Sehr geringe Konzentrationen können bereits antimikrobielle Aktivität zeigen. Es besitzt keine toxische oder allergenisierende Wirkung, ist also für den Menschen unbedenklich. Silberverbindungen werden sogar zur Wasserreinigung in Campingausrüstung eingesetzt. Silber bietet daher ein hervorragendes Verhältnis zwischen mikrobieller Aktivität und Ökotoxizität. Dieses Wissen wird seit kurzer Zeit auch zur Realisierung von antimikrobiellen Wandfarben genutzt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der modernen Nanotechnologie.
Der Schlüssel zum Erfolg - NanotechnologieNanotechnologie stößt in atomare Größenordnungen vor. Die Vorsilbe "nano" entstammt dem griechischen Wort "nanos" und bedeutet Zwerg. Ein Nanometer, das Maß der Zwergenwelt, entspricht einem milliardstel Meter. Gerade einmal 5 bis 10 Atome kann man auf so einer Strecke nebeneinander anordnen und 250 Milliarden Nanopartikel aus Ruß passen beispielsweise in den Punkt am Ende dieses Satzes. Das ist unvorstellbar klein, vielleicht aber besser fassbar, wenn man sich vorstellt, dass sich ein Nanometer zum Durchmesser eines Fußballs wie sich dieser zu dem unseres Erdballs verhält.
Damit eröffnet sich eine neue Welt mit nahezu ungeahnten Möglichkeiten. Nanopartikel haben beispielsweise eine sehr große spezifische Oberfläche. Nanosilberpartikel eignen sich deshalb hervorragend zur Abgabe der wirksamen Silberionen. Sie sind zudem für das menschliche Auge unsichtbar, da sie etwa 5000 mal kleiner sind als das menschliche Haar. Einzigartig ist weiters die Bereitstellung eines praktisch unendlichen Reservoirs an wirkenden Silberionen in einer für den Menschen unbedenklichen Konzentration. Die Abgabe beruht dabei auf der sehr langsamen Auflösung bzw. Korrosion des metallischen Silbers.
Antimikrobielle Wandfarbe gegen Krankenhauskeime und SchimmelpilzeAuf Basis dieser Eigenschaften gelingt es Wandfarben zu realisieren, welche das zentrale Bedürfnis einer sicheren Verbesserung der Hygiene für den Menschen befriedigen. Wände spielen wegen der großen Fläche und der damit verbundenen enormen Reservoirwirkung für Keime sowie der hohen Wahrscheinlichkeit zur Keimverbreitung durch Kontakt eine entscheidende Rolle. Mit Nanosilber ausgestattete Innenraumwandfarben können genau hier eingreifen. Sie sind äußerst wirksam gegen typische Krankenhauskeime wie z.B. Staphylococcus aureus. Sie geben aber auch den in feuchtebelasteten Innenräumen üblichen Schimmelpilzen wie z.B. Aspergillus niger, dem weitverbreiteten Schwarzschimmel, oder Stachybotrys chartarum sowie Alternaria alternata keine Chance zu wachsen.
Die nachhaltige Verbesserung der Raumlufthygiene in Krankenhäusern und Arztpraxen ist mit diesen Farben damit genauso möglich wie das gesunde Wohnen in schimmelfreier Umgebung. Zudem sind die Produkte wegen des Verzichts auf klassische, flüchtige Biozide gut für Allergiker geeignet und damit auch ideal für den Gesundheits- und Wellnessbereich einsetzbar.