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Moderne Medikamente werden heute fast ausschließlich auf Basis biotechnologischer Verfahren entwickelt und produziert. Vor allem durch die Gentechnik als Instrument der Biotechnologie ist es nun möglich, natürliche Substanzen, die sich zur Krankheitsbehandlung eignen, in ausreichenden Mengen und höchster Qualität herzustellen. Viele dieser Präparate, u.a. Insulin zur Behandlung von Zuckerkrankheiten, konnten früher nur von Tieren gewonnen werden und waren für viele Patienten nicht verträglich.
Österreichs pharmazeutische Industrie erzeugt eine Reihe hochwirksamer biotechnologisch hergestellter Arzneimittel. So ist kürzlich ein neuartiger Blutgerinnungsfaktor VIII in Produktion gegangen, der die Behandlung der Hämophilie - einer lebensbedrohlichen Blutgerinnungsstörung - entscheidend verbessert. Viele Antibiotika und Impfstoffe entstehen ebenfalls mit Hilfe biotechnologischer Verfahren. Österreichische Pharma-Unternehmen forschen mit enormem Aufwand - immerhin kostet die gesamte Entwicklung eines neuen Arzneimittels bis zu 800 Millionen Euro. Derzeit werden in unserem Land Arzneimittel gegen Allergien, Impfstoffe gegen Hepatitis, Infektions- sowie Krebskrankheiten entwickelt.