Adress Logo

FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

Tel.: 05 90 900 - 3340
Fax: 05 90 900 - 280
office@fcio.wko.at

Meine Zukunft Innovative Chemie Interviews Inspirierende Job-Links Meine Ausbildung

Warum sind Tierversuche nicht schon lange abgeschafft?

In vielen Produkten des täglichen Lebens sind Erzeugnisse der chemischen Industrie verarbeitet. Die Palette reicht von Ascorbinsäure (Vitamin C) bis hin zu Zinkoxid (ein Farbstoff z.B. in Lacken) und vielem mehr. Etwa 30.000 chemische Stoffe werden heute in der EU vermarktet. Pro Jahr kommen ungefähr 100 neue Stoffe dazu. Nur ein Teil davon hat gefährliche Eigenschaften, aber alle Stoffe unterliegen strengen Bestimmungen zum Schutz der Menschen und der Umwelt. Der Gesetzgeber schreibt dafür Sicherheitsnachweise bezüglich aller gefährlichen Eigenschaften vor. Dazu gehört akut toxisch (giftig), reizend, ätzend, krebserzeugend oder umweltgefährlich.

Tierversuche müssen durchgeführt werden, wenn eine sachgerechte Bewertung eines Stoffes mit anderen Methoden nicht möglich ist. Sie sind dann behördlich vorgeschrieben. Tierversuche gehören zu den teuersten Prüfmethoden und werden von der Industrie nur dann eingesetzt, wenn keine andere Methode zulässig ist. Dabei unternimmt die chemische Industrie die größten Anstrengungen, Alternativen zu den Versuchen an Tieren zu finden.

Versuche an Tieren müssen immer bei der Behörde gemeldet und in den meisten Fällen genehmigt werden. Am häufigsten werden Tierversuche in der medizinischen Forschung durchgeführt. Hier soll neben der möglichen schädlichen vor allem die nützliche Wirkung eines Stoffes herausgefunden werden. Zur Prüfung von kosmetischen Mitteln sind sie verboten. Durch die in Umsetzung befindliche neue Chemikalienpolitik (Stichwort REACH) und die sich intensivierende medizinisch/pharmazeutische Forschung, die noch umfangreichere Sicherheitsnachweise als bisher auch für bekannte chemische Stoffe verlangt, ist in Zukunft wieder mit einem Anstieg der Tierversuche aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu rechnen.

 TOP
Im Dialog
Die Chemische Industrie beantwortet Ihre Fragen!