FCIO - Fachverband der
Chemischen Industrie Österreichs
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Was junge Chemiker von Studium und Beruf halten ...

EvaMaria Binder

Eva Maria Binder, 39 Jahre
Forschungsleiterin

Mit Anklicken des obigen Bildes startet der Film über Eva Maria Binder.

 

Foto Marte

Gerhard Marte, 37 Jahre
Projektmanager, Werkmeister für Kunststofftechnik, FW-Marketing Management

„Große Karrierechancen für junge Menschen“

Meine Karriere in der Kunststoffindustrie hat mit einer Lehre für Kunststofftechnik begonnen. Ich habe die Möglichkeit gehabt, in mehrere Betriebe zu gehen und verschiedene Einblicke zu sammeln. Mein Beruf als Kunststofftechniker macht mir Spaß, es gibt immer neue Entwicklungen auf der Rohstoffebene, jede technische Anfrage ist eine neue Herausforderung. Ich würde deshalb auch jedem jungen Menschen sagen, keine Angst zu haben in dieses Berufsfeld einzusteigen.  Ich glaube, dass es hier für junge Menschen große Chancen gibt, eine gute Karriere zu machen. Der Kunststoffmarkt zum Beispiel ist stetig am wachsen. Neue Produkte und Verfahren zu entwickeln um Ressourcen zu sparen, ist die Herausforderung der Zukunft. Ich zum Beispiel habe schon so große Projekte an Land gezogen, die ursprünglich fast nicht bewältigbar waren. Genügend Ausbildungs- und Studienplätze sind daher besonders wichtig, um in der Technologie am Ball zu bleiben und wettbewerbsfähig zu sein.

 

Foto Steger

Mag. Jessica Steger, 25 Jahre
Dissertantin an der Universität Innsbruck, Institut für organische Chemie, GÖCH- Preisträgerin Diplomarbeit 2008

 

Ich habe schon immer gewusst, dass ich in meiner Zukunft irgendetwas mit Naturwissenschaften machen möchte. Mathematik war mir dann doch zu trocken und das Medizinstudium war derart überfüllt, dass ich mich spontan für das Chemiestudium entschieden habe. Außerdem sind die Berufsaussichten besser als bei anderen Studien. Chemiker brauchen wir in allen Bereichen unseres Lebens! Jeder Prozess - auch alle biologischen Vorgänge - beruhen auf chemischen Reaktionen. Beispiele dafür sind etwa die Vermehrung von Bakterien zur Herstellung von Antibiotika und dann die Wirkungsweise der Medikamente im Körper. Die Chemie wird auch in Zukunft eine ganz zentrale Rolle spielen, wenn es um die Entwicklung neuer Technologien und Produkte geht. Toll an der Arbeit mit der Chemie ist, dass ich eigenständig arbeiten und eigene Ideen einbringen kann. Trotzdem läuft nicht immer alles wie geplant, was aber dann wieder zu überraschenden und interessanten Ergebnissen führen kann.

 

Foto Sauer

Dominik Georg Sauer, 19 Jahre
Chemiestudent an der TU Wien, Preisträger Chemie-Fachbereichsarbeiten 2007

„Der Chemiker ist nicht der verrückte Professor, der sich im Labor verkriecht“

 

Die Naturwissenschaften haben mich schon immer fasziniert und ich hatte das Glück, einen Lehrer zu haben, der an der Chemie Interessierte bewusst gefördert hat. In seinem Zusatzunterricht „Chemische Übungen“ hat er es geschafft, den Jugendlichen die Scheu vor der Chemie zu nehmen. Genau das möchte ich allen jungen Menschen mitgeben. Der Chemiker ist nicht der verrückte Professor, der sich im Labor verkriecht! Er arbeitet für die Menschen, denn durch die Chemie werden Produktionsweisen entwickelt, die es ermöglichen, die Ressourcen optimal zu nutzen. Das ist auch genau das, was die Chemie für mich so spannend macht. Sie schafft Verbindung zwischen Mensch, Umwelt und Technik und kann dazu beitragen Alternativen zu entwickeln, die im Endeffekt Natur und Umwelt schonen. Ich möchte deshalb auch erfolgreich mein Studium abschließen und dann dort tätig sein, wo ich sehe, dass ich für den Menschen etwas tue.

 

  

Foto Kreutz

Mag. Dr. Christoph R. Kreutz, 30 Jahre
Universitätsassistent am Institut für Organische Chemie, Universität Innsbruck, Doktor der Chemie, GÖCH-Preisträger Dissertation 2008

„Die Chemie ist ein florierender Zweig“

Das Chemiestudium war kein Zuckerschlecken, aber seit mir mein Chemielehrer in der Oberstufe gezeigt hat, was in der Chemie alles möglich ist, hält meine Begeisterung für das Fach an, und deshalb hat das Studium auch Spaß gemacht. An der Chemie fasziniert mich besonders die Mischung zwischen Theorie und Praxis – was man lernt, setzt man auch um. Als Uniassistent kann ich auf eigenen Füßen stehen und eigene Ideen und Forschungsprojekte entwickeln sowie umsetzen. Besonders spannend ist, dass man mit der Chemie für verschiedenste Bereiche einen wertvollen Beitrag leisten kann – von Krebstherapien bis hin zur Entwicklung alternativer Energieträger. Für meine Zukunft wünsche ich mir eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen und zu leiten. Die Chemie ist ein florierender Zweig mit guten Berufsaussichten, eine hochwertige Ausbildung von Chemikern ist daher für die Zukunft besonders wichtig.

 

Foto Schwaiger

Maria Schwaiger, 26 Jahre, Gruppenleiterin in der Qualitätskontrolle

„Lasst der Neugier freien Lauf!“

Das naturwissenschaftliche Praktikum an der landwirtschaftlichen Schule hat mir gleich zugesagt. Wir hatten einen sehr engagierten, jungen Chemielehrer, der Gentechnikprojekte organisiert hat, bei denen wir zum Beispiel eine ganze Woche forschend an der Uni verbringen durften. Das hat mich damals sehr fasziniert! Heute machen mir vor allem die Abwechslung und die Arbeit mit Lehrlingen als Gruppenleiterin in der Qualitätskontrolle Freude.  Eine hochwertige  Ausbildung ist besonders wichtig und ich bin froh, einen Beitrag dazu leisten zu können. Chemie ist ein Zweig, der noch sehr viele Geheimnisse birgt – um diese hervorzulocken, vor allem aber, um den Herausforderungen der Zukunft  gewachsen zu sein, brauchen wir qualifizierte Fachkräfte. Speziell in der pharmazeutischen Chemie steckt noch Einiges an Potential, so zum Beispiel die Verringerung von Nebenwirkungen bei  Medikamenten  oder die Erforschung von Extrakten, die aus der Natur gewonnen werden und als Wirkstoff gezielt einsetzbar wären. Um einen Überblick über diese sehr facettenreiche Branche zu erhalten und somit die eigenen Interessen verwirklichen zu können, rate ich jedem jungen Menschen, möglichst in alle Teilbereiche der Chemie hinein zu schnuppern. Lasst der Neugier freien Lauf!

 

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Thomas Ruh, 19 Jahre
Start des Chemiestudiums Herbst 2008, Preisträger Chemie-Fachbereichsarbeiten 2007

„Die Chemie ist die Chance für Österreich“

Der Chemieunterricht an der Schule hat mich so begeistert, dass ich fünf Jahre an der Chemieolympiade teilgenommen habe. Es war immer spannend im Labor zu arbeiten und Analysen zu machen. Ein besonders schöner Erfolg war dann die Auszeichnung meiner Fachbereichsarbeit und die Teilnahme an den Technologiegesprächen in Alpbach.  Ich würde jedem jungen Menschen, der sich für die Chemie interessiert empfehlen, sich in die Richtung zu entwickeln und einen Schwerpunkt schon in der Schule zu setzen. Die Chemie ist ein Bereich mit Zukunftspotential und guten Berufsaussichten. Wir brauchen daher gut ausgebildete Chemiker. Österreich muss die Chance nutzen im Bereich Forschung und Entwicklung eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Vor allem über die Grundlagenforschung können wir mit der Chemie und in Kooperation mit anderen Disziplinen - zum Beispiel der Medizin - wesentlich dazu beitragen die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

 

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Dipl.-Ing. Dr. Albert Rössler, 33 Jahre, Leiter Zentrale Forschung & Entwicklung, Chemieingenieur

„Die Chemie ist eine Branche, mit der wir Wirtschaftswachstum sichern können“

 

Die Entscheidung Chemiker zu werden ist schon sehr früh gefallen. Bereits mit 15 Jahren hat mich das Fach so interessiert, dass ich mich für eine Chemie-HTL-Ausbildung entschieden habe. Es hat mich fasziniert, wie sich Stoffe verändern und neue Eigenschaften erhalten. In meinem jetzigen Beruf ist es besonders schön zu sehen, dass Verfahren, die man entwickelt hat, umgesetzt und angewendet werden. Auch die Vielfalt an Themen und die Interdisziplinarität machen den Beruf als Chemiker so spannend. Österreich braucht auf jeden Fall möglichst viele, gut ausgebildete Chemiker und Chemikerinnen, um unseren Wirtschaftsstandort zu sichern. Die Chemie ist als Branche ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung unseres gesellschaftlichen Wohlstands. Über die Chemie können neue Materialien, Wirkstoffe, Prozesse und Produkte entwickelt werden, die ressourcensparend, nachhaltig und sowohl ökologisch wie auch ökonomisch effizient sind. Die Chemie ist als Innovationsmotor daher ein entscheidender Problemlöser der Zukunft.

 

Foto Krautschneider

Martin Krautschneider, 19 Jahre
Start des Studiums der Biotechnologie im Herbst 2008, Preisträger Chemie-Fachbereichsarbeiten 2007

„Österreich muss bei der Chemie ganz vorne dabei sein“

Chemie hat mir schon in der Unterstufe der AHS gut gefallen, besonders begeistern konnte mich dann mein Chemielehrer in der Oberstufe. Mein Traum ist das Studium erfolgreich abzuschließen und dann in die Forschung zu gehen und neue Sachen zu entdecken. Die Chemie hat Riesenpotential – gerade wenn wir an die Krebsforschung denken. Schade, dass sich viele nicht drüber trauen, sich auf das Fach einzulassen. Denn, Chemie ist nicht so kompliziert wie sich alle vorstellen. Vor allem wenn man sich dafür interessiert! Ich plädiere daher ganz stark dafür, dass Interesse und Begabung bereits in der Schule stark gefördert werden sollten. Österreich hat hier noch enormes Entwicklungspotential und muss gerade bei der Chemie ganz vorne dabei sein!

 

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